#28 Books in 2016 ➡ Locke and Key ⬅

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⭐⭐⭐/⭐⭐⭐⭐⭐

Willkommen in Lovecraft (Locke & Key 1)

Joe Hill

Rezension vom 29.02.2016(0)

Ich hab dieses Hörbuch kostenlos über Audible gefunden und mir angehört. Es gibt recht flott, wenngleich alles etwas schnell geschah. Manchmal kam ich gar nicht hinterher, so schnell war ein Szenenwechsel. 
Ab 16 Jahren.
Aber es war okay, wenn auch sehr verrückt. Wie ich fand. Werde die anderen Teile allerdings nicht hören.

Kurzinhalt:

Sommerzeit, Ferienzeit: Familie Locke verbringt den Urlaub in ihrem Ferienhaus in der Nähe von San Francisco. Doch die idyllischen Tage enden abrupt, als ein ehemaliger Schüler von Vater Rendell Locke auftaucht und ihn brutal bedroht: Sam Lesser und sein gewalttätiger Kumpel sind auf der Suche nach geheimnisvollen Schlüsseln. Die Situation eskaliert… 

Nach dem Mord an ihrem Mann flieht Nina Locke mit ihren drei Kindern Bode, Tyler und Kinsey nach Lovecraft Mansion. Dort lebt Rendells jüngerer Bruder Duncan, der die Familie aufnimmt. Nina hofft in dem alten Familiensitz, der unter dem Namen Keyhouse bekannt ist, zur Ruhe zu kommen. Auf seinen Streifzügen durch das alte Haus findet der jüngste Locke-Sprössling Bode einen Schlüssel, mit dem er zu einem Geist werden kann und trifft auf eine geheimnisvolle Frau, die in einem Brunnen gefangen ist. Die Brunnenfrau zieht Bode in ihren Bann und will dass er sie befreit, und dann taucht plötzlich Sam Lesser wieder auf… Die Dinge spitzen sich dramatisch zu und die Familie muss erneut um ihr Leben kämpfen. 

Wenn die Magie verboten wird und die Liebe ausstirbt, was passiert dann mit einer Welt, die nur dadurch existieren kann?

– Das magische Armband

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#27 Books in 2016 ➡ Die Ladies stehen auf Danny ⬅

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⭐⭐⭐⭐/⭐⭐⭐⭐⭐

Wenn der beste Freund ein Mädchenschwarm seit der Grundschule ist, hat man viel zu erzählen. Das dachte sich jedenfalls Leon und hat darüber ein Buch verfasst.
Es passiert viel bei Danny. Schule, umschwärmt oder verspottet (von den männlichen Mitschülern, was aber bei den Girls mehr Punkte einbrachte) bishin zur Ausbildung und einer Auszeit (viele Jahre später) auf einem Kreuzfahrtschiff. Danny ist charmant und witzig, aber wenn er selbst zur Zielscheibe wird, dann zieht er sich auch mal zurück. Bis das nächste Ziel seiner Begierde in sein Blickfeld kommt.

Zum ersten Mal hab ich eine solche Geschichte aus der Sicht des Mannes gelesen und was soll ich sagen? Es hat mir großen Spaß gemacht.
Interessant zu lesen, wie sich Danny so macht und was der beste Freund über ihn denkt.
Ein schnelles Lesevergnügen.

Wenn die Magie verboten wird und die Liebe ausstirbt, was passiert dann mit einer Welt, die nur dadurch existieren kann?

– Das magische Armband

#26 Books in 2016 ➡ Seductio ⬅

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⭐⭐⭐⭐⭐/⭐⭐⭐⭐⭐

Seductio: Von Schatten verführt

Regina Meißner

Es gibt Bücher, da möchte man am liebsten die Stopptaste drücken. Anhalten, wenn es am schönsten ist. Diesen einen wundervollen Moment für immer einfrieren. Nichts soll mehr folgen, nur dieser eine Augenblick zählt. Mehr nicht. 
Ich möchte dann gar nicht mehr wissen, was passiert, sondern schließe die Augen und wünsche mir, dass diese Szene nie endet. Niemals. Stillstand. Mehr hoffe ich nicht. Ich bin mit den Protagonisten so vertraut, dass ich ihnen nur das Beste wünsche. Ich möchte sie nicht mehr missen. Denn wenn ich weiter lese, dann muss ich irgendwann das Buch schließen und somit auch sie. Für eine Weile, bis ich die Fortsetzung lese.
Ich habe Ivory und Killian so in mein Herz geschlossen, dass ich mit fieberte und zitterte. Es waren Emotionen im Spiel, die ich nicht so oft erlebe. Aber dafür umso mehr genieße. 
Kil ist ein so unglaublich toller Mann, mit all seinen Leidenschaften. Für Bücher, für die Natur, Kunst, … 
Und Ivory? Sie glaubt stark zu sein, doch innerlich hat sie einen weichen Kern. Auch wenn sie ihn oft verschließt.

Ivory wird von Schatten gejagt. Denn sie ist etwas besonderes. Sie ist eine Schlüsselträgerin. Und nur durch ihre Hilfe können die Schatten aus Embonis fliehen. Doch genau das ist gefährlich. Denn die Schatten saugen den Menschen ihre Seele aus …
Ivory lebt mit ihrer Tante Grace zusammen, aber eigentlich stimmt das nur bedingt. Denn sie sind mehr auf der Flucht, als das sie in irgendwelchen Wohnungen leben. 
Doch eines Tages finden sie die Schatten und nur einer kann sie wirklich beschützen: Kil.

Killian ist so eine unglaublich geheimnisvolle Person, dass es mir jeden Mal schwer fiel, schlau aus ihm zu werden. Da denkt man: AH, so. Das ist also der Grund. Platz diesem Typen wieder der Kragen, da Ive etwas erwähnte oder tat, was ihm missfällt.

Ich wollte so oft auf (die imaginäre) Pause drücken, den Moment einfrieren. Ich wollte nicht, dass es auf das Ende zugeht. Fortsetzungen sind ja nun einmal bekannt dafür, dass genau die letzte Seite noch einmal einen Umbruch bringt. Ein Cliffhanger. 
Aber es ist ein unfassbarer Cliffhanger. Grandiose Wendung!

Mit nicht mal 23 Jahren so eine unfassbar tolle Geschichte zu schreiben, ist beeindruckend. Ich ziehe meinen Hut und verneige mich. 
Ihr seht, ich bin komplett hingerissen. Diese Geschichte ist wundervoll. Nicht nur für Fantasy Fans. 

Wenn die Magie verboten wird und die Liebe ausstirbt, was passiert dann mit einer Welt, die nur dadurch existieren kann?

– Das magische Armband

#25 Books in 2016 ➡ Das dunkle Ritual ⬅

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⭐⭐⭐⭐/⭐⭐⭐⭐⭐

Das dunkle Ritual: Fletchers Alptraum

Rudolf Otto Schäfer

Ich gestehe: Ich hab dieses eBook gelesen, ohne den Teil davor. Als ich es merkte, war ich schon so in der Geschichte, dass es mir nichts ausmachte. Ich konnte mich mit den Charakteren anfreunden und hab sogar Tom durchschaut (Wortspiel). 
Natürlich werde ich auch noch den Vorgänger ‘Der Richter’ lesen, aber ich hab das Gefühl, dass dieses Buch sehr gut alleine überleben kann. 
Beeindruckend finde ich, dass der Autor die Anreden (Sie, Ihr, Ihre, …) konsequent kleinschrieb. Hab ich so auch noch nicht gelesen.
Ich finde es sehr fazinierend, wie R.O. Schäfer den Leser so lange hinhällt, bis das Geheimnis gelüftet wird, dass all meine Theorien in den Wind geschossen sind. Darauf wäre ich nie gekommen. Sehr gute Erzählart und beeindruckende Schilderung der Ereignisse und Umgebung. 
Gute mysteriöse Geschichten haben immer einen Geist zur Hand. 

Kurztext: 
Geh nicht in den Wald … Eine mysteriöse unbekannte Macht hält das Dörfchen Clapham in Atem. Geheimnisvolle Lichter, unheimliche Geräusche und Menschen, die im Wald tot aufgefunden werden, oder dort für immer verschwinden verängstigen die Einwohner. Die Alten sagen: Der Wald ist verhext. Die Jungen sagen: Ein Mörder geht um. Plötzlich geschieht das Unfassbare: Ein kleiner Junge verschwindet. Die abenteuerlustige Alison überredet Fletcher das Kind zu suchen. Gemeinsam mit dem Geist Tom machen sie sich auf den Weg, um dem Geheimnis von Clapham Wood auf die Spur zu kommen. Was verbirgt die seltsame Wandergruppe, die mit Ihnen im Gasthaus übernachtet und vorgibt helfen zu wollen? Die Zeit wird knapp. Werden sie es schaffen? Die drei Freunde müssen das Rätsel lösen, denn sonst ist der Junge verloren. Eine (fast) authentische Geschichte.

Wenn die Magie verboten wird und die Liebe ausstirbt, was passiert dann mit einer Welt, die nur dadurch existieren kann?

– Das magische Armband

#24 Books in 2016 ➡ das indische Tuch ⬅

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⭐⭐⭐/⭐⭐⭐⭐⭐

Edgar Wallace – Das indische Tuch

Edgar Wallace

Ich bin immer noch etwas hin und her gerissen. Mag ich es? Ich fand ich ganz okay. Ich bin kein Krimi Fan, aber ab und zu schleiche ich mich aus dem mir bekannten und lese auch einen Krimi. Einen Klassiker.
Viel kann ich gar nicht dazu sagen, denn sonst würde ich vermutlich doch einiges verraren. Schließlich sagt der Titel schon, worauf es hinausläuft. 
Aber es war spannend und interessant, wenngleich ich es an manchen Stellen etwas zu überdreht finde. 
Ich denke, ich sollte weiter dran bleiben und mehr von ihm lesen. 

Wenn die Magie verboten wird und die Liebe ausstirbt, was passiert dann mit einer Welt, die nur dadurch existieren kann?

– Das magische Armband

#23 Books in 2016 ➡ Homeless ⬅

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⭐⭐⭐⭐⭐/⭐⭐⭐⭐⭐

Homeless

Laura Wiedemann

Rezension vom 18.02.2016(0)

Heimatlos.
Ja, das sind die Jugendlichen in dieser Geschichte. Sie leben in einem Betonklotz, aber nur bis das Schicksal zuschlägt.
Dann leben sie woanders. Aber eigentlich ist es kein richtiges Leben. Denn sie leben auf der Straße, wenngleich sie gelegentlich etwas finden, was ihnen etwas Schutz bietet.
In dieser Gruppe lebt John. Es ist aus seiner Sicht geschrieben, auch wenn diese Geschichte fiktiv ist. Aber es gibt viele Kids, die in einer ähnlichen Situation auch im realen Leben sind.
Die Eindrücke, die John uns Lesern, übermittelt, sind sehr beeindruckend, teilweise finster, aber trotzdem nie abschreckend. Seine Sprache hat jedenfalls nicht darunter gelitten und seine Sozialkompetenz auch nicht. 
Aber John flieht gerne, sobald etwas nicht so läuft, wie er es sich vorstellt. 
Es begann, als etwas schreckliches in Johns Leben geschieht. Doch hält er noch etwas durch, bevor er eines Tages von zu Hause abhaut. 
Nun ist er 16 Jahre alt und ist immer noch irgendwie auf der Flucht und auf der Suche, die mit Carrie für eine Weile zum Stillstand kommt. Doch hat auch Carrie viele Geheimnisse und ist sehr verschlossen. 
Eines Tages aber landet er bei Cain und all seine Probleme scheinen  nun eine andere Richtung eingeschlagen zu haben. Doch was genau will Cain eigentlich von John? 

Die Geschichte ist wirklich gut geschrieben. Sie hat mich von der ersten Zeile an gefesselt und nicht mehr losgelassen. Hoffentlich wird es einen zweiten Teil geben, was ich aber vermute. Denn das Ende lässt auf eine Fortsetzung schließen. 

Kurzbeschreibung

»Homeless« spielt in der fiktiven Kleinstadt Braxton in der Nähe von London. Der 16-jährige John, der vor etwas über einem Jahr sein Zuhause verlassen hat, lebt mit einer Gruppe von obdachlosen Jugendlichen im „Betonklotz“ – ein riesiges Parkhaus, das nie wirklich benutzt wird. Trotz diversen Meinungsverschiedenheiten und Auseinandersetzungen versuchen die Straßenkids zusammenzuhalten und gemeinsam ums Überleben zu kämpfen. Im Verlauf der Geschichte erfährst Du immer mehr von der erschreckenden Wahrheit über das Leben auf der Straße, wo John und seine Clique tagtäglich verschiedenen Gefahren ausgesetzt sind und nie wissen, was sie als nächstes erwartet. Einsamkeit, Gewalt, ständiger Hunger, beißende Kälte und schlaflose Nächte gehören zum Alltag der Teenager. Zudem scheint ihnen Gefahr auf der anderen Seite der Stadt zu drohen – Denn dort haust in einer alten Fabrik eine weitere Gruppe von Obdachlosen, die ihrem Ruf zufolge gefährliche und gewalttätige Kriminelle sind. Doch bestimmte Vorfälle zwischen den beiden Cliquen lassen Zweifel aufkommen und John weiß nicht mehr, wem er vertrauen kann – Dem Anführer seiner eigenen Gruppe oder seinem geheimnisvollen Gegner Cain aus der Fabrik? 

Wenn die Magie verboten wird und die Liebe ausstirbt, was passiert dann mit einer Welt, die nur dadurch existieren kann?

– Das magische Armband

Interview mit Bianca und Björn ‘Mordsdelikatessen’

Interview vom 10. Februar 2016 über WhatsApp von Janine Zachariae

Mordsdelikatessen

Erscheiungsdatum: 30.11.2015

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Paperback: 10,99 Euro

eBook: 3,99 Euro

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Bianca Heidelberg, geborgen 1980.

Björn Sünder, geboren 1979

Zunächst habe ich mein Interview mit allgemeinen Fragen begonnen, später bin ich dann auf die Kurzgeschichten eingegangen.

Während des Schreibens ist mir die Harmonie der zwei nicht entgangen. Als hätten sie sich gesucht und gefunden. Sie lernten sich 2011, bei einem Fernstudium, kennen und haben ihren Kontakt seither aufrecherhalten und sogar intensiviert – auf eine geschwisterliche Weise, die sehr sympathisch wirkt. So gab es auch nie Streit oder Unstimmigkeiten. Wenn sie mal einen Termin nicht einhalten konnten, sprachen sie es vorher ab. Sie sind respektvoll dem anderen gegenüber, aber auch neckend.

Bevor es zu einem ersten Treffen kam, haben sie lange miteinander gechattet. Doch irgendwann machte es „Klick“. Schnell haben sie festgestellt, dass sie beim Schreiben einen gemeinsamen Nenner haben und begangen in einem Forum an einem Rollenspiel zu schreiben.

Auf meine Frage nach dem ersten Eindruck hin, kamen folgende Antworten:

Bianca: „Mein erster Eindruck von Björn: typischer Schwabe.“

Björn: „Ja, als Milchbubi hat sie mich bezeichnet beim ersten Treffen.“

Bianca: „Björn ist halt ein Milchbubi. Mit 80 wird er froh drum sein.“

Björn: „Ich fand Bianca gleich nett …“

Bianca: „Nett, tsss.“

Björn: „Genau … Nett.“

Bianca: „Gesagt hat er mal was von frech.“

Und so ging es eigentlich die ganze Zeit. Dieser Schlagabtausch hat mir erneut gezeigt, was ich die ganze Zeit über vermutete: Sie verstellen sich nicht und sind so, wie sie eben sind. Vielleicht lag es auch an dieser Art des Interviews. Immerhin haben wir alle ganz entspannt in unseren eigenen Vierwänden gesessen (Bianca mit ihrem Häkelzeug) und haben uns unterhalten. Die Fragen hatte ich mir vorher gründlich überlegt und das Buch eingehend studiert. Dadurch, dass diese Zwei sich aber oftmals zankten und kabbelten, kamen weitere Fragen auf oder aber sie haben bereits vorgegriffen, sodass sie mir mehr verrieten, als ich erhoffte.

Eins aber ist mir die ganze Zeit, während meiner Fragerei, aufgefallen: Bianca ist die treibende Kraft. Sie hat meine Fragen oft recht ausführlich beantwortet, während Björn manchmal einen Satz mit … endete. Was mir wiederrum die Frage aufbrachte: Möchte er etwas andeuten oder soll ich mir selbst einen Reim aus seiner Antwort machen oder findet er die Frage gänzlich lächerlich. Doch bei diesem Problem sprang Bianca ein und meinte, dass er dies öfters mache und sie sich selbst schon fragte, ob er etwas andeutet oder nicht.

Und doch war es Björn, der Bianca zu ihrer ersten Kurzgeschichte überredete.

„Ich wollte weitermachen“, erzählte sie weiter, „brauchte aber ein Ziel. Also hab ich gesagt, lass uns Geschichten schreiben, aus denen wir irgendwann eine Antho machen.“

„Ja, genau und ich brauchte jemanden, der mir in den A*** tritt“, bestätigte Björn.

Ist manchmal besser, wenn man jemanden hat, der auch an einen glaubt und mit dem man tatsächlich so etwas durchziehen kann, oder?, fragte ich.

„Auf jeden Fall“, antwortete direkt Bianca.

„Ja, mir hast du (Bianca) gut getan und ich habe das auch gebraucht.“

„Und Björn hat genau das richtige Genre ausgewählt. Krimis sind einfach toll.“

So entstand die Idee im Frühjahr 2014.

Es ist interessant, welche Eindrücke ich erhielt. Besonders Björn überraschte mich, mit einigen Antworten, die ihn für den Moment aus der Reserve lockten.

Bevor er aus sich herauskommt, braucht er einen Anstoß. Er hatte zuvor einige Kurzgeschichten in verschiedenen Anthologien veröffentlicht, aber „Mordsdelikatessen“ ist sein erstes eigenes Werk, was er allerdings mit jemand anderes geschrieben und veröffentlich hat.

Über sich selbst sagt der ‘Lone Ranger’, dass er kein großer Planer sei. Somit eine eigene Veröffentlichung ohne Biancas Hilfe nicht zustande gekommen wäre. „Aber ich steige gerne ins Team mit ein und helfe, wo ich kann“, fügte er hinzu.

Dabei aber hat er einige Geschichten parat, die wahrscheinlich eigenständig auch standhalten könnten. Schließlich schreibt er seit 2004.

So habe ich zum Beispiel eine lesen dürfen, die großes Potenzial als Buch hätte.

Derzeit arbeitet er an zwei Geschichten aus dem Zombie- und Science-Fiction Genre.

Aber auch Bianca veröffentlichte bisher in diversen Anthologien, die eine oder andere Geschichte, bevor sie sich diesem Projekt widmete.

Wobei ich allerdings auch bei ihr weiß, dass sie ein Kinder (Jugend) Buch plant.

Seit 2011 schreibt sie Rollenspiele, seit 2013 Kurzgeschichten.

In „Mordsdelikatessen“ haben Bianca und Björn 25 Krimi – Kurzgeschichten geschrieben, die wirklich gut sind.

Auf meine Frage, ob sie auch Vorbilder in dieser Richtung haben, antwortete Bianca:

„Hab ich keine. Krimis lese ich erst verstärkt, seit ich selbst welche schreibe.“

Dafür aber schreibt sie sehr bildlich. Sie schlachtet die Geschichten teilweise echt aus und opfert Personen, auf die man vorher nicht gekommen wäre.

Stellt man die gleiche Frage Björn, legt er erst einmal richtig los:

„H. P. Lovecraft, Raymond Chandler, Robert E. Howard, Sir Arthur Conan Doyle, Homer.“

„Björn ist viel belesener als ich“, mischte sich zwischendurch Bianca ein.

Als ich wissen wollte, ob sie auch Filme oder Serien gucken, waren sich beide einig: „Deutscher Tatort, nein.“ Während Bianca weniger Fern schaut, sieht Björn lieber amerikanische Serien und Filme.

Und ich weiß auch, dass er ‘Sherlock (Holmes)’ gut findet.

Mordsdelikatessen“ ist in einem Selfpublish-Verlag erschienen. Wieso?

Bianca: „Zum einen wollten wir nicht mehr warten.“

Björn: „Es ist einfacher, als einen Verlag zu finden.“

Was natürlich nicht ganz verkehrt ist. Denn die Welt der Bücher gleicht einem Universum. Jedes Buch ist ein Stern, ihn zum Leuchten und somit in den Vordergrund zu bringen, ist sehr schwierig heutzutage.

Dazu gibt es natürlich auch viele dieser Verlage, die sich um selbstständige Autoren kümmern, die keinen großen Verlag finden oder den Druck der Haie nicht wollen.

Bianca erzählte, dass ihr https://tredition.de/ besonders auf der Buchmesse 2015 aufgefallen ist.

Björn: „Ja, genau …“

Seid ihr zufrieden?

Bianca: „Der Autor wird bei der Werbung unterstützt, das finde ich gut.“

Björn: „Größtenteils, aber der Buchsatz … war doch anstrengend.“

Bianca: „Aber wir haben es geregelt bekommen.“

Björn antwortete mit Smilies. Überhaupt springen mir, während ich dieses Interview ausarbeite, einige Smilies entgegen.

Bianca: „Der Kontakt ist sehr nett, sie sind hilfsbereit und kulant.“

Doch all das nützt nichts, wenn die Werbung fehlt.

Ihre Buchpremiere haben sie mit Pauken und Trompeten eingeleitet.

Sie legen fleißig Flyer aus. Ihr Buch kann man auch in Buchhandlungen erwerben, was ein Vorteil ihres Verlages ist. Denn viele andere bieten diese Möglichkeit nicht.

Aber die Internet – Präsenz darf auch nicht zu kurz kommen. Doch hier ist auch Bianca die treibende Kraft. Björn ist kaum im World Wide Web zu finden, dafür aber Bianca. (http://www.biancaheidelberg.de/)

Lesungen und andere Werbemaßnahmen sind nicht immer einfach zu vereinbaren. Sie wohnen nicht direkt um die Ecke. Arbeit und Privatleben müssen ebenfalls unter einen Hut gebracht werden.

Ich muss an dieser Stelle zugeben, dass ich einiges von Bianca im Vorfeld bereits gelesen habe und auch von Björn kannte ich eine Geschichte, die ich in der Anthologie erneut lesen durfte.

Ich hab den Werdegang von Bianca beobachten können und vieles auf ihrer Facebook Seite https://www.facebook.com/autorin.biancaheidelberg

erfahren.

Als ich erfuhr, dass es „Mordsdelikatessen“ heißen wird, war ich begeistert: Dieser Titel passt sehr gut. Obwohl es nicht einfach war, wie sie mir verrieten. Doch springt er einen direkt ins Auge.

Auch das Cover ist beeindruckend.

„Das Lob geht an Alexander Kopainski, unseren Coverdesigner“, erklärte Bianca. „Allerdings hat Björn eine sehr passende Story dazu geschrieben – ‘Delikatessen’“, fügte sie hinzu.

Habt ihr ihm erzählt, was ihr gerne hättet oder wie kam die Uhr ohne Zeiger, die Spinne, […] darauf?

Björn: „Die Idee mit dem Schreibtisch und den Bildern kam von uns gemeinsam …“

Bianca: „Alex hatte die Idee, ein paar zentrale Objekte aus den Storys zu verwenden und wir haben ihm einige zur Auswahl gegeben. Björn wollte einen Schreibtisch.“

Überaus passend gemacht. Kompliment auch für die Ideen.

Bianca: „Alex ist ein Profi. Ich bin froh, dass ich über Facebook auf ihn aufmerksam wurde.“

Bevor ich zu den Kurzgeschichten komme, hab ich nach den Lieblingsgeschichten des jeweils anderen gefragt:

Bianca: „Eindeutig ‘Delikatessen’. Die Geschichte ist so makaber! Und Björn beschreibt darin mein Haus.“

Björn: „Ich finde ‘Der Magie’ klasse. Und ‘Gefährlicher Mutterinstikt’. ‘Späte Rache’.“

Bianca: „Übertreib mal nicht Björn.“ (Smiley, Smiley, Smiley).

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‘Delikatessen’ – Björn Sünder

Diese Geschichte ist nichts für schwache Nerven. Aber sehr speziell. Mir ist aufgefallen, dass ihr beide gerne einen japanischen Gegenstand als Waffe benutzt, wie ein Messer. Wie kommt das?

Bianca: „Das mit Japan ist Björn, mir reicht ein Küchenmesser.“

Björn: „Ich mag japanische Sachen, die Werkzeuge sind so schön praktisch …“

Zum Köpfe einschlagen?

Björn: „Ja, zum Sägen eben.“

Mir gefällt der Vergleich mit dem Schiffsanker. Wie fallen dir, Björn, solche Redensarten ein?

Das, was Björn als Nächstes antwortet, finde ich sehr interessant und es sagt eine Menge über diesen jungen Mann aus:

„Ich denke in Bildern, ich lese viele Comics, deswegen vielleicht. Außerdem liebe ich Cartoons.“

Sein derzeitiger Liebling ist ‘Batman’, der Held seit seiner Kindheit ist und bleibt allerdings ‘Spider-Man’. Doch selber zeichnen kann er sie nicht.

„Björn schüttet Vergleiche aus dem Ärmel“, schiebt Bianca dazwischen. „Aber total spontan. Das hab ich mal bei einem gemeinsamen Kurs erlebt.“

Stellst du dir deine Charaktere auch bildlich vor?, wollte ich nun erfahren.

„Das kommt darauf an, ‘Delikatessen’ ist sehr spontan geschrieben worden.“

Wie lange hast du, Björn, dafür gebraucht?

„Eine Woche mit Überarbeitung.“

Ich hatte die zwei Freunde im Vorfeld gefragt, wie sie auf die Themen kamen und wie die Fristen aussahen.

Sie gaben sich Stichwörter, wie zum Beispiel: Magie, Kindheit, Schmerz vor. Wer eine Frist nicht einhalten konnte, musste eine Strafe zahlen. Aber viele Geschichten waren bereits fertig und mussten nur noch überarbeitet werden.

Björn Sünder hat ein Händchen für Vergleiche. In ‘Delikatessen’ zieht er einen Vergleich mit Lady Macbeth.

„Weil es so schön passend war und das Bild fast jeder kennt“, antwortete er. Das er ‘Bild’ sagt und nicht Stück, Geschichte, Drama, zeigt wieder einmal, dass er tatsächlich eine andere Denkweise hat, als die meisten.

[‘Macbeth’ wurde 1611 uraufgeführt und 1623 erschien die gedruckte Variante. Eines der berühmtesten Stücke von William Shakespeare.]

‘Gefährlicher Mutterinstikt’ – Bianca Heidelberg

Herzlichen Glückwunsch, Bianca, ‘Gefährlicher Mutterinstinkt’ wurde 2014 für den Agatha Christie Preis nominiert.

Bianca: „Danke.“

Ich kannte die Geschichte von damals bereits, daher fiel mir natürlich auch die Veränderung auf.

„Ein Freund meinte“, erzählte sie mir, „die Geschichte sei so vorhersehbar, und da hab ich spontan etwas ‘dazugedichtet’.“

In dieser Kurzgeschichte kommt ein Flusspferd vor. Ein ungewöhnliches Tier für eine Story.

Bianca war für diese Geschichte oft im Zoo, somit konnte sie auch ihrer kleinen Tochter eine Freude bereiten, die sie mitnahm. Zusammen besuchten sie oft den Karlsruher Zoo. „So konnte ich das Nützliche, mit dem Angenehmen verbinden“, sprach sie weiter. Doch warum ausgerechnet ein Flusspferd?

„Ich fand die Raubkatze zu naheliegend, und Flusspferde gelten ja wirklich gefährlicher als zum Beispiel Löwen. Sie sind sehr aggressiv, wenn es um ihr Revier geht. Und letztes Jahr haben sie wirklich Nachwuchs im Karlsruher Zoo bekommen.“

‘Der Kirschbaum’ – Björn

Während des Lesens musste ich wegen der Namen ‘Sommerreif’ und ‘Winterkorn’ schmunzeln.

Als ich ihn darauf ansprach, wirkte er zunächst etwas reserviert. Meine Fragen sind, wie auch dieses ganze Interview, nicht gewöhnlich. Doch bin ich immer interessiert und finde diese Namen wirklich ungewöhnlich, wenngleich sie sehr passend wirken.

„’Winterkorn’ hieß meine Mathematiklehrerin in der Grundschule und ‘Sommereif’ ist doch ein schöner Name.“

An dieser Stelle muss ich sagen, dass es sehr sympathisch wirkt. Wer erinnert sich noch an die Namen der Grundschullehrer, wenn sie nicht positiv oder negativ hängen bleiben.

Mir ist aufgefallen, Björn, dass oft das weibliche Geschlecht eine Stärke zeigt, die sehr ungewöhnlich ist. Wie kommt das?

„Ist das so? Wahrscheinlich nehme ich da meine Großmama zum Vorbild, sie war auch stark. Musste viel mitmachen und hat zwei Generationen groß bekommen.“

Gerade als ich glaubte, die Antwort über die Namensfindung sei schon eine Überraschung, schreibt er etwas so Beeindruckendes. Ich wollte nicht weiter darauf eingehen, denn dieser Satz beinhaltet wahrscheinlich mehr, als jede weitere Erläuterung.

‘Die Füchsin’ – Bianca

Ich möchte gar nicht zu sehr auf die Inhalte der einzelnen Geschichten eingehen, da viel verraten werden kann.

Aber trotzdem komme ich nicht umhin mich zu fragen, wie du auf dieses mysteriöse Thema gekommen bist?

Bianca: „Das war für eine Ausschreibung. Das Thema lautete ‘Gestaltwandler’.“

‘Das Netz’ – Björn

Gibt man ‘Björn Sünder’ in einer Internetsuchmaschine ein, findet man ihn nur im Bezug auf ‘Mordsdelikatessen’ und landet aber auch auf Bianca Heidelbergs Seiten. Herr Sünder selbst ist nicht zu finden (höchstens noch im Forum, aber da hat er ein Pseudonym).

„Das (die Kurzgeschichte, die er ursprünglich für eine Ausschreibung schrieb) war auch als leichter Seitenhieb auf den Internetwahn gedacht.“

Dachte ich mir. Dein Protagonist ist überall zu erreichen.

Björn: „Ja, wie gesagt: Seitenhieb.“

Ja, die Ironie ist schon beeindruckend. Trotzdem: Ist es als Autor nicht ungewöhnlich, kaum im Internet zu finden zu sein?

„Für mich nicht. Ich bin gerne anonym.“

„Ich zerre ihn immer mal ins www“, schob Bianca dazwischen.

„Ja … Leider.“

Natürlich gibt es einige, die es mit ihrer Internetsucht übertreiben, aber dieser Mann ist wirklich schwer zu finden.

Nun frage ich mich, ob ein Pseudonym nicht tatsächlich etwas wäre, was ihm zwar das Internet näher bringt, aber seine Privatsphäre schützt. So könnte Herr Sünder auch mehr veröffentlichen, ohne Gefahr zu laufen, tatsächlich in diesem Strudel zu geraten.

‘Das Geheimnis des goldenen Buches’ – Bianca

Diese Geschichte ist recht ungewöhnlich und mysteriös. Könntest du dir vorstellen, sie auszubauen?

Bianca: „Da habe ich noch gar nicht drüber nachgedacht, aber momentan nicht.“

Ende des Interviews per WhatsApp.

An dieser Stelle hörten wir mit dem WhatsApp Interview auf.

Die nächsten Fragen schrieb ich an jeden Einzelnen.

Dadurch ist zwar der Schlagabtausch nicht mehr vorhanden gewesen, aber ich erfuhr trotzdem einiges. Konnte aber keine Zwischenfragen stellen.

‘Eine Uhr ohne Zeiger’ – Björn

Eine Uhr ohne Zeiger ist schon sehr speziell, wie bist du auf diese Idee gekommen?

Björn: „Lach, eine meiner liebsten Geschichten, die nicht viele Leser verstehen. Die Geschichte ist in einer Schreibwerkstatt entstanden. Die Aufgabe war: Stellt euch einen Verkäufer vor, der einen völlig unsinnigen und nutzlosen Gegenstand an den Mann bringen will. Dazu kommt ja noch mein Cartoon denken, was man an den Namen erkennen kann: Blaumeise und Katzenhoff.“

‘Das Grab meiner Kindheit’ – Bianca

Ich muss ja sagen, dass diese Geschichte eine meiner Lieblinge ist. Wie würdest du sie in einem Satz beschreiben?

Bianca: „Oje, das fällt mir schwer. Vielleicht so: Oft nimmt man sich vor, nicht denselben Fehler wie die Eltern zu machen, und eine einzige kleine Begebenheit kann ausreichen, um diesen Vorsatz zu zerstören.“

‘Das andere Ich’ – Björn

Eine meiner Lieblingsgeschichten von dir, Björn. Sie ist sehr ungewöhnlich und spannend. Wenn du solch eine Tür in deiner Wohnung sehen würdest, würdest du durchgehen?

Björn: „Ich würde durch eine solche Tür gehen, weil ich neugierig bin. Ich habe wohl zu viel Star Trek gesehen und durch das DC Universum bin ich mit der Idee des Multiversums vertraut.“

‘Racheengel’ – Bianca

Ich komme nicht umhin mich zu fragen, warum ‘Racheengel’?

Bianca: „Wieso nicht? Okay, Spaß beiseite. Für mich waren Racheengel einfach naheliegend, weil ein Tod gerächt werden will. Und schlechtes Gewissen in Kombination mit Angst kann fatal enden …“

‘Abdrücke’ – Björn

Eine spezielle Waffenmarke ‘Webley’ wird erwähnt. Wie bist du darauf gekommen? Wie sieht die Recherche aus und warum spielt diese Geschichte 1918? Wegen des Krieges?

Björn: „Der Erste Weltkrieg ist ein Steckenpferd von mir. Ich habe im Vorfeld viel gelesen und Dokus gesehen. Dieser spezielle Revolver benutzt auch Indiana Jones (Harrison Ford) im dritten Teil und wurde von den Briten entwickelt. Dieser Revolver hat einen solchen Rückschlag, dass sich der eine oder andere Offizier schon die Schulter gebrochen hat. Ich recherchiere im Internet und habe einen Geschichtsexperten zur Hand.“

‘Späte Rache’ – Bianca

Zu jeder Geschichte machte ich mir Notizen. Für diese:

Manchmal muss eine Frau stark sein, wenn der Boden aufgeht. Möchtest du etwas dazu sagen:

Bianca: „Manchmal muss man einfach seine Konsequenzen ziehen. Auch wenn die im wahren Leben gern anders aussehen dürfen. Mord ist nur im Krimi erlaubt.“

‘Gottes Mühlen’ – Björn

Zu jeder Geschichte hab ich mir einen Abschlusssatz notiert:

‘You get what you deserve.’

Björn: „Ja, das ist so in etwa, was ich mir dabei gedacht habe. Diese Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit, über die ich einmal etwas gelesen habe.“

Der Magier’ – Bianca

Ich liebe diese Geschichte, sie ist sehr spannend. Beim Lesen kam mir der Gedanke:

‘Manchmal wäre es doch gar nicht verkehrt, auf die innere Stimme zu hören.’

Bianca: „Das darf ich natürlich nicht verraten. Geheimnisse gehören schließlich zu seiner mysteriösen Erscheinung.“

Welche Frage ich stellte? Das bleibt mein Geheimnis.

‘Das Monster’ – Björn

Jedes Mal, wenn ich über eine bestimmte Waffenmarke lese, frage ich mich, wie der Autor darauf gekommen ist. Kennst du dich durch die Bücher, die du liest, damit aus oder hast du dich privat (unabhängig dieser Anthologie) damit beschäftigt?

Björn: „Ich habe selbst den Waffenschein und kenne mich da ein wenig aus, auch wenn ich nicht so der Waffennarr bin. Ich habe einen guten Freund im Schützenverein, der mich da ebenfalls gut mit Infos versorgen kann.“

Erneut zitierst du etwas von Shakespeare, dieses Mal Julius Caesar. Wieso ausgerechnet dieser Engländer? Fallen dir diese Vergleiche spontan ein, oder musst du recherchieren?

Björn: „Ich mag den alten Dichter, er ist so herrlich brutal in seinen Tragödien. Ich kenne seine Werk und habe alle gelesen.“

[Julius Cäsar entstand 1599 und basiert auf die Figur des Gaius Julius Cäsar (13. Juli 100 v. Chr – 15. März 44 v Chr., war ein römischer Staats- und Feldherr und Autor). Shakespeare handelt über die Zeit des Bürgerkrieges (49-45 v. Chr).]

‘Unterwerfung’ – Bianca

Erzähl mir doch in wenigen Sätzen, wie du auf dieses Thema gekommen bist.

Bianca: „Das geht sogar in einem Satz: durch ein Gespräch mit einem Kollegen. Zumindest was die Tatwaffe angeht. Das Außenherum kam dann von mir.“

Die Tatwaffe ist wirklich sehr ungewöhnlich.

‘Das Böse im Spiegel’ – Björn

Beschreib doch mal diese Geschichte in einem Satz.

Björn: „Du weißt nie, wer da im Spiegel zu dir zurückstarrt. Ich habe ein Faible für solche Spiegel-Geschichten.

‘Ein heißer Auftrag’ – Bianca

Björn, kannst du mir diese Geschichte von Bianca mit deinen eigenen Worten beschreiben?

Björn: „Zwei reiche Schnepfen werden von einer Profikillerin reingelegt.“

‘Nora’ – Björn

Bianca, was sagst du zu dieser Geschichte von Björn?

Bianca: „Nora ist ein ziemliches Miststück. Würde ich sie kennen, stünde sie auf meiner Feindesliste ganz schön weit oben.“

Auf meiner übrigens auch.

‘Krimi ohne Ende’ – Bianca

Wie bist du auf die Idee mit dem offenen Ende gekommen?

Bianca: „Ich wollte dem Leser einfach mal mehr seiner eigenen Fantasie überlassen. Jeder soll für sich selbst entscheiden können, wie es weitergeht. Zwar habe ich den Freund des Protagonisten eine Theorie aufstellen lassen, aber der Leser kann selbst entscheiden, ob er recht damit hat oder nicht.“

Wirklich interessant umgesetzt! Was wird du mit den Vorschlägen, sollten welche eintreffen, machen? Und hast du eine Frist gesetzt?

Bianca: „Danke! Nein, eine Frist gibt es nicht. Es wäre ja schade, wenn späte Käufer keine Chance mehr hätten, sich zu beteiligen. Ich möchte gerne eine Sammlung mit unterschiedlichen Ideen aufbauen. Eine Art Gedankenaustausch zwischen den Lesern. Mein persönliches Ende können Besitzes des Buches jetzt schon auf meiner Homepage nachlesen, da am Ende der Geschichte der Link steht. Nur wer den Link kennt, sieht sie. Sobald ein paar Ideen von Lesern beisammen sind, möchte ich darauf verlinken, sodass jeder mitlesen kann.“

Wer die Geschichte kennt, kann seine Ideen an kontakt@biancaheidelberg.de schicken.

Ich erinnere mich, dass du auf deiner Facebook Seite https://www.facebook.com/autorin.biancaheidelberg

einen Aufruf gestartet hattest. Und nach einem Namen fragtest. Wieso hast du es dem Leser überlassen?

Bianca: „Ich finde es schön, ab und zu die Leser an den Geschichten zu beteiligen. Außerdem bin ich selbst einfallslos, was Namen betrifft. Durch den Aufruf kamen sehr interessante Namen in die Geschichte, die von mir selbst nicht gekommen wären.“

Ja, zugegeben: Die Namen sind wirklich sehr genial.

‘Hinter dem Spiegel’ – Björn

Während des Lesens fielen mir parallelen zwischen den einzelnen Geschichten auf. War es Absicht, dass das Café Marlowe und Petty Grove erneut als Kulisse diente?

Björn: „Es war pure Absicht, diese Geschichte in derselben Stadt spielen zu lassen. Es ist für mich, gerade auch als Leser, in Kurzgeschichten immer wieder aufregend, wenn es einen gemeinsamen Nenner gibt.“

‘Schlechtes Timing’ – Bianca

Mein Abschlusssatz hierzu:

‘Eine betrogene Frau ist zu allem fähig.’

Möchtest du etwas dazu sagen?

Bianca: Da hast du recht. Und: Die menschliche (in diesem Fall männliche) Dummheit ist grenzenlos.“

‘Trennungswehen’ – Björn

Der Perspektivwechsel ist klasse. Eine tolle Wendung in der Geschichte. Der Titel ist überaus passend.

Björn: „Diese Story ist ebenfalls in einer Schreibwerkstatt entstanden. Die Aufgabe dort war es zu erst aus der Sicht des Mannes zu schreiben, um dann zu der Frau zu wechseln. Ich fand diese Aufgabe cool und habe die Story weiterverfeinert und konnte sogar meinen strengsten Testleser überraschen, das hat mich so gefreut.“

Ende Teil 2 eMail.

Die nächsten Fragen stellte ich wieder über Whatsapp.

‘Das Teehaus’ – Bianca und Björn

Das ‘Das Teehaus’ im Jahr 1890 spielt, war Björns Idee, da er ein Faible für das 19. Jahrhundert und somit auch für Sherlock Holmes hat. „Es versprüht einen besonderen Charme“, fügte er hinzu. Björn Sünder selbst hat bereits eine Geschichte geschrieben, die an den Engländer mit der Pfeife und dem lustigen Hut erinnert. Ich durfte sie bereits lesen und kann sagen: Sehr gelungen und erinnert an Sherlock, aber ahmt ihn nicht nach.

Wie verlief die Zusammenarbeit, wollte ich wissen, da diese Art der Geschichte überaus interessant ist.

Bianca: „Wir haben uns auf einen groben Plot geeinigt und dann abwechselnd in einem Forum unsere Einträge geschrieben. Nebenher waren wir immer über WhatsApp in Kontakt. Zum Schluss haben wir uns zusammengesetzt, gekürzt und korrigiert. Das hat viel Spaß gemacht, war aber zeitaufwendiger, als wenn man eine Geschichte alleine schreibt.“

Nachdem ich das Ende von ‘Das Teehaus’ erreichte, wollte ich mehr. Ich war sogar einwenig enttäuscht, als ich den letzten Satz las. Sie harmonieren so wundervoll zusammen, dass ich mir vorstellen könnte, über 248 (so viele Seiten hat ‘Mordsdelikatessen’) diesen Wechsel zu beobachten. Es wäre mit Sicherheit ein interessantes Buchprojekt. Keine Anthologie, sondern eine einzige Geschichte. Ich war sehr überrascht und beeindruckt darüber, was ich las.

Ob wohl die Möglichkeit bestünde?

Bianca: „Denkbar wäre es schon. Allerdings arbeiten wir gerade beide an anderen Projekten. Aber wer weiß, was wir unseren Lesern noch so vorsetzen.“

Ich bedanke mich für das Lesen dieses Interviews und natürlich auch für die Zeit, die Bianca und Björn investierten.

Zudem muss ich anmerken, dass sie jedes Wort ausschrieben und nichts abkürzten. Die Gefahr bei Whatsapp (und anderen) ist, dass man schnell dazu neigen kann, Wörter bis auf einen Buchstaben abzukürzen. Was dann aber für den, der es lesen soll, schwierig macht, etwas zu entziffern. Es ist eine Frage des Respekts, wenn man sich auch beim Schreiben die nötige Zeit nimmt und die Wörter nicht so abkürzt, dass man erraten muss, was es bedeutet (oftmals leider der Fall, da die Abkürzungen häufig falsch sind).

Natürlich können beim Schreiben auch Tippfehler entstehen, aber das ist halb so schlimm.

Produktinformation

  • Taschenbuch: 248 Seiten
  • Verlag: tredition (30. November 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3732351378
  • ISBN-13: 978-3732351374
  • Größe und/oder Gewicht: 12,7 x 1,4 x 20,3 cm

Nicht nur bei Amazon erhältlich, sondern auch über alle gängigen Shops.

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eBook:

ISBN 978-3-7323-5138-1

Weitere Termine:

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