#43 read in 2016 ➡ Den Wind im Gesicht ⬅

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Den Wind im Gesicht

Ramona Mitsching

Kurzbeschreibung

Den Wind im Gesicht 

… erzählt die Geschichte Danielas, einer jungen Frau, geboren und aufgewachsen in Rostock. 
Drei Jahre nach Studienabschluss – Daniela steht fest in Lohn und Brot – stellt die deutsch-deutsche Wiedervereinigung ihr Leben auf den Kopf. 
Daniela verkörpert ein „geradliniges“ weibliches Rollenbild, stellt Karriere und Loyalität zum Unternehmen über Bindung und Familie. Es gelingt ihr, im neuen System Fuß zu fassen. Privat tut sie sich deutlich schwerer – die Liebe zwischen Thomas und ihr muss einiges aushalten. Denn Daniela erwartet, beruflich wie privat, Beziehungen auf Augenhöhe. 
Danielas Freundin Sophia verliert Anfang der Neunzigerjahre – trotz „summa cum laude“ – ihre Anstellung an der Universität und erlebt als alleinerziehende Mutter eine andere Seite der „Wende“. Als sie schließlich ihr Glück findet und in Hamburg eine Familie gründet, tritt Beate in Danielas Leben. Über ihre berufliche Einstellung finden die beiden Frauen schnell engen Kontakt zueinander und gründen schließlich gemeinsam ein eigenes Unternehmen. 

Meinung und Fazit: 

Persönlich habe ich die Wende und das ganze Drumherum nur sporadisch mitbekommen, klar, war ich doch selbst noch ein Kind. 
Doch irgendwie spürt man all das noch immer und in diesem Buch wird es wundervoll beschrieben. 
Wie war es für Frauen, als Deutschland wieder ein Land wurde und Männer die Welt beherrschten (oder sich eingeredet haben, sie zu beherrschen)? 
Daniela weiß, was sie will: Eine Karriere. Sie versucht sich durchzuschlagen und den Männern zu zeigen, was wirklich in ihr steckt. 
Ihre beste Freundin, Sophia, möchte eigentlich auch all das, doch kommt ihr das Leben in die Quere. 

Es sind genau diese zwei Frauen, die als gutes Beispiel für zwei Gruppen stehen: 

Karriere. 
Familie. 

Geht beides zusammen? 

Daniela lernt auf ihrem Weg natürlich auch die Liebe kennen. 
Was aber passiert, wenn auch der Partner Karriere macht? Können zwei wirklich starke Persönlichkeiten nebeneinander existieren? 

Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar erhalten und bin so froh darüber. Es ist eines jener Bücher, das man wahrscheinlich nicht gleich sieht, aber wenn man sie entdeckt hat, will man dessen Inhalt nicht mehr missen. 
Eine interessante Geschichte über Liebe, Macht und Gleichberechtigung. 
Frauen hatten es nicht einfach. Haben wir immer noch nicht. 
Auf der einen Seiten sind da die Karrierefrauen, die ihre Familie auch gerne hinten anstellen, um voran zu kommen. Oder hart kämpfen, um die Balance zuhalten. 
Dann die Familienmenschen. Sie bekommen vielleicht jung Kinder und müssen oft mit Vorurteilen rechnen, aber sie gehen in ihrer Rolle voll und ganz auf. Und vielleicht überraschen sie uns, indem sie etwas komplett Neues und unerwartetes erreichen und erschaffen. 
Ich finde es toll, wie die Autorin, Ramona Mitsching, die zeitlichen Abschnitte gut darstellt. Sie zeichnet mit ihren Worten eine ganze Generation. 

Als die Mauer verschwunden war und die Länder sich vereinten, suchten viele das Weite. Doch manchmal sind es nicht Ziegelsteine, die einen gefangen halten, sondern der eigene Ehrgeiz und Druck. 

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