Music (Monday) – Fall Out Boy

(First english, danach Deutsch)

Hey Guys!

The new Fall Out Boy CD is Out. Do you know fob? Do you like them?

What do you think? Or staying with the old stuff?

Hallo ihr Lieben!

Das neue Fall Out Boy Album ist seit Freitag draußen und ich habe wirklich lange und sehnsüchtig darauf gewartet. Eigentlich sollte es bereits im September erscheinen, aber die Band wollte eine perfekte CD und hat deshalb etwas länger gebraucht.

Fall Out Boy

Mania

Die CD ist schon etwas anders als das, was man sonst kennt. Wobei die Band schon immer experimentiert hat.

Gerade habe ich auf Radio Bob die Bewertung dazu gehört und diese ist sehr schlecht ausgefallen. Was ich nicht verstehen kann.

Die zehn Songs sind unterschiedlich und haben echt viel Bumm. Vielleicht ist nicht jedes Lied so Alternative, wie man es gewohnt ist. Aber schon die Alben davor konnten nicht mehr mit ihren Anfängen mithalten.

Was nur bedeutet, dass sie sich tatsächlich gesteigert und gebessert haben. Sie sind erwachsen und haben nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass sie immer wieder etwas neues ausprobieren wollen.

Stillstand ist langweilig und das wissen gute Bands.

Ich glaube, sie müssten deutschen Schlager machen, bevor ich sie nicht mehr hören würde. Ich liebe einfach ihren Style und Patrick Stumps Stimme. Außerdem ist Pete Wentz mega cool.

Übrigens: Ich erwähne Fall Out Boy gerne zusammen mit Panic at the Disco. ❤️

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My books Wednesday -> ‘Henry’ Characters of … 1-10

Zunächst einmal: Gestern bin ich nicht dazu gekommen, deshalb möchte ich den ersten Teil dieses Interviews heute nachholen.

Tag 1. Stelle den Protagonisten vor, der die Fragen der Challenge beantworten wird

Henry wird die Fragen beantworten. Henry lebt in zwei Welten, wenn man es genau nimmt. Geboren ist er am 20. April 1564 in Jalia, aber er muss regelmäßig auf die Erde kommen, um ein paar Aufgaben zu erfüllen.

***

Hallo Henry!

Henry: “Schade, dass es gestern nicht geklappt hat. Hatte mir extra Zeit genommen, so musste ich heute wieder etwas verschieben.”

Tut mir leid, Eure Hoheit!

Ja, es stimmt: Henry ist kein normaler Mann, er ist …

Henry: “Erzähl ruhig, dass ich König bin. Das steht im Prolog.”

Gut, er ist der König von Jalia. Bist du bereit?

Henry nickt, lehnte sich in seinem Sessel zurück, schlägt die Beine übereinander und blickt mich erwartungsvoll an. Seine Hände ruhen dabei auf den Sessellehnen.

Tag 2: Bist du ein eher positiver oder eher negativer Mensch?

Henry: “Positiv! Definitiv positiv! Ich liebe das Leben viel zu sehr.”

Skeptisch sehe ich ihn an und frage mich, was aus dem manchmal mürrischen Mann geworden ist.

Henry: “Janine, die Zeiten können sich auch ändern. Ich gebe es zu, es war nicht immer so. Aber jetzt?”

Henry lächelt und scheint an etwas oder jemanden zu denken und auch ich muss Lächeln, denn ich weiß, was er denkt.

Tag 3: Was bringt dich zum Lachen?

Henry: “Vieles. Ich möchte gar nicht zu viel verraten, denn manches bleibt noch verborgen, … Aber es hat eine so gewaltige Veränderung gegeben, dass ich manchmal einfach vor mich hin lachen muss. Es ist schön so, wie es ist. Das war nicht immer so und ich weiß, wie tief man fallen kann. Umso mehr schätze ich, was ich habe und halte es fest – so lange es mir möglich ist.”

Tag 4: Wie siehst du dich selbst?

Henry sieht mich entgeistert an und zuckt mit den Schultern. Ich will ihm erzählen, was die anderen gesagt haben, doch er hebt nur die Hand und ich stocke.

Henry: “Ich sehe mich als Mann.”

Irritiert muss selbst ich nun innehalten und schaue in seine wundervollen Augen, die mich ständig vergessen lassen. Sie sind bernsteinfarben und ich könnte einfach …

Henry: “Janine?”

Oh, entschuldige Henry. Weiter geht es.

Tag 5: Wie wirst du in Wahrheit von anderen gesehen?

Erneut scheint er darüber nachzudenken. Dann hellt sich sein Blick auf und er grinst mich an.

Henry: “Tja, liebe Janine. Du hast es doch gerade selbst gedacht. Also: Nur zu! Offenbare deine Gedanken.”

Wie peinlich! Er hat wirklich gehört, was ich über ihn denke. Nun gut, da muss ich durch, oder?

Henry ist … einnehmend, er bringt die Welt um sich herum zum Staunen und Stillstehen. Er ist interessant und doch geheimnisvoll. Er sieht wahnsinnig gut aus und doch ist es nicht auf diese Macho – Weise, denn er zeigt es nicht. Er ist zurückhaltend und doch bestimmend. Kurzum: er ist der geborene König und doch stets für andere da. Er hört zu und …

Henry: “Genug! Das reicht, Janine. Meine Güte, so genau wollte ich es gar nicht wissen.” er schaut mich an, lacht etwas und ich wende mich errötend um.

Tag 6: Was ist dein stärkster/ was dein schwächster Charakterzug?

Henry: “Ich kann schnell ins Wanken kommen und manchmal vertraue ich zu schnell und zu leicht. Ich war anfällig für eine starke Verzauberung und doch hat sie mein Leben fast zerstört. Auf der anderen Seite aber kann ich gut zuhören, bin da, wenn man mich braucht und ich kann helfen, wenn es nötig ist.”

Tag 7: Wie reagierst du auf Lob/ Kritik?

Henry: “Ich glaube, ich hab mich daran gewöhnt. Es ist manchmal nicht so leicht herauszuhören, ob jemand nur etwas nettes sagt, weil ich König bin. Es gab eine Zeit, da konnte ich mit Kritik nicht so gut umgehen. Besonders wenn mein Vater enttäuscht von mir war und es mir gesagt hat. Aber mittlerweile bin ich dankbar dafür.”

Tag 8: Wovor hast du am meisten Angst?

Henry wird traurig und ich glaube, er denkt an eine bestimmte Situation zurück.

Henry: “Meine größte Angst besteht darin, die zu verlieren, die ich liebe. Ich kann nicht noch mehr verkraften. Noch einen Verlust halte ich nicht durch.”

Ja, er hat fast jeden in seiner Familie verloren.

Tag 9: Was magst du an deinem Körper besonders? Und was gar nicht?

Henry lacht plötzlich auf.

Henry: “Mal ehrlich, Janine, sind die Fragen eher auf die Frauen abgestimmt?”

Nun gut, da magst du vielleicht nicht ganz verkehrt liegen. Aber nur dich konnte ich befragen.

Tag 10: Hast du ein Geheimnis, von dem niemand etwas weiß?

Henry sieht mich an und lacht erneut.

Henry: “Jede Menge. Wenn du wüsstest, Janine. Mann! Mein ganzes Leben ist ein einziges Geheimnis! Aber weißt du was …? Ich werde bald mehr verraten!”

Echt?

Henry: “Oh, ja! Möchtest du etwas wissen, was niemand sonst weiß?”

Ich nicke energisch.

Henry: “Ich hab jemanden noch einmal gesehen, eine Person aus England.”

Ich bin sprachlos. Was erzählt er denn da? Wann?

Henry: “Nachdem ich zurück bin, … Ich hatte das Gefühl etwas vergessen, etwas übersehen zu haben. Also bin ich eines Tages heimlich zurück und hab ihn aufgesucht. 1603 etwa.”

Was …? Was ist passiert?

Henry?

Henry: “Er machte erneut eine schwere Zeit durch und ich hab ihm geholfen”, sagt er zögernd.

Obwohl du schon fertig in England warst?

Henry: “Ich weiß auch nicht … Es ist … Es war, als hätte er mich gerufen und ich musste einfach zurück.”

Wie ist das möglich? Du warst doch dann aber schon wieder 16, oder?

Henry zuckt mit den Schultern.

Langsam erhebt er sich und ich bin etwas enttäuscht.

Henry: “Nächste Woche”, verspricht er. “Ich muss los, Janine.”

Liebe Grüße und danke für deine Zeit.

.

“Henry” ist ein historisches Fantasy Drama. Wie das funktionieren kann? Ist eigentlich nicht schwierig: Man nehme eine neue Welt und mischt sie mit dieser.

Was aber William Shakespeare damit zu tun hat, verrate ich natürlich nicht.

Findet es heraus. ✳️✳️✳️

Henry: Prinz in Jalia, Beschützer auf der Erde – Die Vorgeschichte von “Das magische Armband” (Henry – Eine Vorgeschichte 1) https://www.amazon.de/dp/B01ED2TKF6/
Klappentext:

Die Vorgeschichte von “Das magische Armband” (kann unabhängig von der Trilogie gelesen werden):
Wer ist Henry Featherstorm?

Eigentlich müsste diese Geschichte mit „es war einmal ein Prinz namens Henry” beginnen, aber das würde bedeuten, dass Henry heute nicht mehr lebt.
Aber Prinz Henry Featherstorm lebt, ist König und schreibt seine Geschichte selbst.

Ein Land voller Abenteuer, Möglichkeiten und Geheimnisse.
Jalia.
Ein magischer Ort abseits von unserer Erde und doch nah genug.
Henry Featherstorm ist dort geboren und hat die Zeit, bis zu seinem 16. Geburtstag, genossen.
An diesem Tag aber muss er zu einer Prüfung, die genau 24 Stunden dauert.
Doch etwas Unerwartetes geschieht und Henry wacht erst wieder auf der Krankenstation auf.
Dadurch verpasst er einen ganz wichtigen Zeitpunkt und alles verzögert sich.
Denn eine Aufgabe wartet auf der Erde auf ihn. Eine sehr Bedeutsame. Nun wird die Zeit zu seinem Gegner. Denn nicht nur in Jalia droht Gefahr, sondern auch auf der Erde.

Folgen Sie Henry auf seinem Abenteuer in die Vergangenheit und begegnen Sie Personen, die ganz anders sind, als sie in der Geschichte beschrieben werden.
Henry Featherstorm hat ein Geheimnis und er hat sich in eine Frau verliebt, in die er sich nicht hätte verlieben dürfen.
***
Obwohl es die Vorgeschichte von der Trilogie “Das magische Armband” ist, steht diese Geschichte komplett für sich selbst.
***
Wer ist Henry Featherstorm und was hat er mit William Shakespeare und Königin Elizabeth zu tun?

Music Monday: Song of the week

Hello!

I’ve just heard this Band for the first time or at least, I didn’t realise them before.

I’d found out, that they actually make Cover versions. But great sound and voice.

Hallo ihr Lieben!

Diese Woche hab ich meinen New Release auf Spotify eingeschaltet und dieses Lied von Living in Fiction ist mir direkt aufgefallen. Vorher kannte ich sie nicht.

Starke Stimme und toller Sound.

I Fall Apart https://www.amazon.de/dp/B078CYB3WF/ref=cm_sw_r_cp_apa_.o-uAbZJ7PCHR

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My Books Wednesday – Das Geheimnis des Stiftes

Hallo ihr Lieben,

 

mein neues eBook “Das Geheimnis des Stiftes” ist im Dezember erschienen und das Taschenbuch ist ebenfalls in den Startlöchern.

Ich freue mich sehr, denn es war ein langer Weg und besonders alles, was nach Beendigung des Buches zu tun hatte, war sehr schwierig.

Doch irgendwie habe es hinbekommen und nun kann ich es euch richtig vorstellen.

eBook: 99 Cent oder via Kindle Unlimited

  • Taschenbuch: 286 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (3. Januar 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1983479632
  • ISBN-13: 978-1983479632

*Vor zehn Jahren ist mein Vater aus einem verschlossenen Raum verschwunden, der Schlüssel steckte im Inneren der Tür.
Niemand wusste, wie er es geschafft hat oder wo er war.
Alles, was mir von ihm blieb, ist ein Stift, den ich von seinem Schreibtisch gestohlen habe.
Wie wichtig dieser Kugelschreiber war und welche Bedeutung er für mich haben wird, habe ich erst vor Kurzem erfahren.
Diese Erkenntnis hat meine Welt allerdings erneut auf den Kopf gestellt.*
*
Melanie Note hat es nicht einfach gehabt.
Seit jeher war sie unscheinbar und wurde schnell vergessen. Bis sie eines Tages beschließt, als Marinette einen Instagram Account zu erstellen und dort Julian kennenlernt. Er gibt ihr schnell das Gefühl, etwas Besonderes zu sein. Doch dann findet sie heraus, dass er ein eigenes Ziel verfolgt und seine Mutter genau wie ihr Vater verschwunden ist.

*

In dem Projekt: ‘Charakters of September’ hab ich euch meine Protagonistin ausführlich vorgestellt, an dieser Stelle kopiere ich euch meine Beiträge dazu einfach noch einmal hierhin:

In dieser Challenge geht es direkt um einen Protagonisten. Heute Stelle ich nur die Person vor, ab morgen übernimmt dann mein ausgewählter Charakter das Sprechen. 💜

Mein nächstes Buch wird ja bereits korrigiert und wenn wir aus dem Urlaub zurück sind, kann ich wahrscheinlich direkt mit der Bearbeitung beginnen. Deshalb muss ich einfach meine liebe Marinette nehmen. So ist derzeit der “Arbeitstitel”.
Marinette Strike ist ihr Pseudonym, eigentlich heißt sie Melanie Note. Aber sie hat den Namen gewählt, weil sie es für ihr Buch benötigt. Das hat mehrere Gründe, auf die ich im Buch eingehe. Außerdem muss sich Mel mit Instagram anfreunden und erzählt schön und ausführlich, wie das alles funktioniert.
Sie ist am 14. Oktober 1997 auf die Welt gekommen und wird demnächst 20. Ihre Ausbildung macht sie bei ihrer Mutter im Blumenladen. Auch das hat viele Gründe.
Sie ist zwar vorsichtig, aber wenn ihr jemand Aufmerksamkeit schenkt, dann hält sie daran fest und glaubt an das Beste im Menschen.
Ihr Vater ist verschwunden, als sie zehn war. Aus einem von innen verschlossenen Raum, ohne Fenster.
Melanie ist übrigens gerade etwas sauer auf mich, weil ich sie “geoutet” und ihren richtigen Namen verraten habe. Außerdem redet sie gerade extrem auf mich ein, weil sie eigentlich nicht die Fragen beantworten möchte. Aber da muss sie leider durch, wenn sie will, dass ich das Buch veröffentliche und ihre Geschichte somit verbreite. Denn sie erlebt viel und spricht auch im Buch zum Leser, was ich immer sehr lustig finde.

Bei der Challenge Characters of september soll meine liebe Melanie (Marinette) euch erzählen, ob sie ein positiver oder negativer Mensch ist.
“Das ist schwierig zu beantworten, Janine. Aber ich versuche es. Eine Zeitlang fiel ist mir schwer, positiv zu denken. Meine Mutter hatte eine sehr schwere Phase gehabt, nachdem mein Vater verschwunden ist. Dadurch musste ich lernen, dass ich, wenn ich nicht will, dass sie noch trauriger wird, positiver zu werden.
Aber einfach ist es nicht. Ich werde von niemandem wahrgenommen und somit bin ich sehr einsam. Aber ich habe gelernt damit umzugehen. Frei von negativen Gedanken bin ich nicht, aber das ist okay. Ich habe den bestmöglichen Weg gefunden und kann durchatmen.”
Danke liebe Melanie.
Manchmal nimmt man sich selbst anders wahr, als unsere Umwelt. Ich habe Melanie als starkes Mädchen kennengelernt, aber sie ist oft in sich gekehrt und denkt viel nach. Trotzdem gibt sie anderen Mut. 💜

Was bringt dich zum Lachen?
Ich sehe Melanie aus meinem neuen Buch an und sie runzelte die Stirn.
“Was? Soll ich die Frage wirklich beantworten?”
Ja, natürlich. Du bist der Star der Geschichte, nicht ich.
“Puh. Ich lese viel und manchmal muss ich lachen, wenn was lustig ist. Wenn ich mit meiner Mutter Serien gucke, dann lachen wir oft auch.” Sie schaut plötzlich sehr ernst und beißt sich auf die Unterlippe. “Ich muss mich wohl immer noch an die Vergangenheitsform erinnern.” Sie sieht mich nun böse an, als möchte sie sagen ‘Das ist nur deine Schuld, Janine.’
Was soll ich machen? Gegen das Schicksal bin selbst ich machtlos. Du wirst sie wiedersehen. “Versprochen?” Ich kann es ihr nicht versprechen, aber trotzdem nicke ich ihr zu. Noch ist alles möglich. Ihr Weg hat erst begonnen.

Bei der #charaktersofseptember Challenge soll euch meine liebe Melanie erzählen, wie sie sich selbst sieht. Nur zu, Mel, trau dich.

“Da ich mein ganzes Leben nicht von anderen wahrgenommen wurde, fällt es mir schwer, diese Frage zu beantworten. Aber ich versuche es.
Mich findet man wahrscheinlich lesend irgendwo. Oder ich laufe in irgendwelche Typen. Scherz beiseite, manchmal lande ich auch auf einem.
Ich bin sehr nachdenklich und irgendwie habe ich mein halbes Leben auf etwas gewartet, oder auf jemanden. Deine Collage, Janine, ist schon sehr passend. Vielleicht bin ich dann doch nicht so unscheinbar, wie ich glaube.
Aber ich werde trotzdem schnell vergessen. Die meisten blicken durch mich hindurch.”
Ist das deine Antwort?
“Was willst du denn noch?”, fragt sie und ihre Stimme wirkt müde.
Ich zucke mit den Schultern und warte. Seufzend fügt sie hinzu:
“Ich glaube manchmal, dass meine Zeit einfach wann anders ist. Irgendwas ist da in mir. Es kommt vor, dass ich etwas nervös werde oder unruhig. Als würde ich auf etwas warten, was passieren wird. Klingt das blöd?”
Nein, Mel, klingt es nicht. Die, die dich sehen wollen, nehmen dich auch wahr. Allen anderen bleibst du nur wie eine blasse und wage Erinnerung im Kopf. Wie ein Wispern in der Dunkelheit.

“Wenigstens kann ich mit dieser Erklärung leben. Aber mir hat jemand gesagt, dass alles so sein musste. Ich sollte nicht auffallen. Ich glaube, ich nehme mich eher als Schatten wahr. Genau und bei dieser Antwort bleibe ich.”
Danke, Mel. Mehr wollte ich nicht hören.

Hallo liebe Melanie (Marinette), heute geht es um die Frage, wie dich andere wahrnehmen. Was denkst du?
Sie schaut mich staunend an und beginnt zu … lachen. Ja, wirklich.
Ich warte geduldig, denn sie lacht selten so ausgiebig und herzlich. Das möchte ich ungern unterbrechen.
Also warte ich. Einige Minuten später wischt sie die letzten Lachtränen aus ihren Augenwinkeln weg und lächelt zaghaft.
“Sorry. Aber ich hab es ja schon einige Male erwähnt. Ich werde nicht wahrgenommen.”
Gar nicht?, frage ich sie.
Sie seufzt und blickt in die Ferne. Nachdenklich erzählt sie: “Nicht mal die Lehrer konnten sich an mich erinnern. Ich hatte mal eine beste Freundin, aber als ich für längere Zeit krank war, hatte auch sie mich vergessen.”
Wann war das?
“Oh, das ist schon ewig her. Aber der Schmerz sitzt noch tief. Ich bin im Unterricht immer übergangen worden, hatte viele Fehlstunden, weil niemand mich wirklich gesehen hat. Meine Mutter ist oft sehr verstörend von Elternabende nach Hause gekommen. Deshalb hat es mich so überrascht, dass sich Justin an mich erinnern konnte.”
Ich ziehe eine Augenbraue hoch und frage neugierig, wer denn Justin ist.
Sie wird rot. “Oh, er … Ich bin mal in ihn reingelaufen, wir haben einen Kaffee getrunken und das war’s. Doch als die Ausbildung angefangen hatte, saß er plötzlich neben mir.”
Zufall?
“Es gibt keine Zufälle, liebe Janine. Aber das weißt du.” Sie verstummt und sieht mich sehnsüchtig an. “Ich vermisse ihn”, gibt sie zu und ich nehme sie in den Arm.
Alles hat einen Sinn, flüstere ich ihr zu. Wenn es anders gewesen wäre, könntest du, liebe Melanie, nicht dein Schicksal wahrnehmen.
“Was aber ist mein Schicksal?”
Das wird sich zeigen, wenn es soweit ist. “Wirst du an meiner Seite sein?”
Natürlich. Ich lass dich nicht mehr allein. 🌸
Übrigens nehme ich Melanie als einsam wahr, aber hilfsbereit. Sie wird sehr viel riskieren und das, ohne lange zu warten, ob es richtig ist. Aber wenn jemand anderes involviert ist, dann geht sie komplett alles durch, auch die Konsequenzen. Sie ist nachdenklich, belesen und weiß sehr wohl, wie sie mit dem, was sie hat und kann, umzugehen hat. Sie ist schlau und mutig. 🌸🌸

Heute möchte ich von dir, liebe Melanie wissen, was deine größte Schwäche und Stärke ist. “Ich glaube, ich habe keine Stärke. Aber meine größte Schwäche ist, dass ich zu schnell vertraue. Dadurch, dass ich normalerweise keine Beachtung bekomme, greife ich nach allem, was irgendwie anders ist und vertraue deshalb auch zu schnell, wenn mir jemand Aufmerksamkeit schenkt.”
Aber vielleicht ist es auch eine Stärke?, werfe ich ein. “Nein, definitiv nicht.”
Du musst vertrauen können, um weiterzukommen.
Melaniee rollt mit den Augen, denn sie weiß, worauf ich hinaus will. Auch ich weiß natürlich, warum sie es als Schwäche betrachtet.
Loyalität ist deine Stärke.
“Stimmt. Mir ist noch etwas eingefallen. Als ich die Wahrheit erfahren habe, ist in mir etwas gewachsen. Ich glaube, man kann es als Entschlossenheit betrachten.”
Das denke ich auch.
Denn ohne, wäre sie nicht da, wo sie jetzt ist.

Melanie, fange ich an, wie gehst du mit Lob und Kritik um?
“Kritik ist schon wichtig, wenn sie Konstruktiv und ehrlich gemeint ist. Es wird schon einen Grund geben und meist sehe ich es ebenso.” Sie will wieder weiter, aber ich halte sie auf, da sie mir noch nichts über den Umgang mit Lob erzählt hat.
“Damit komme ich nicht zurecht. Ich weiß nie, ob sie ehrlich gemeint ist.”
Ich will sie nicht zu sehr drängen, denn Melanie kann wirklich schlecht damit umgehen. Es ist, als würde ein Schalter gedrückt werden, der sie erblassen lässt. Aber damit muss sie umgehen.

“Wovor ich Angst habe?”

Äh, ja, genau das möchte ich heute von dir wissen, Melanie.
“Du brauchst gar nicht so überrascht sein, Janine. Deine Bilder sind da ziemlich deutlich. Auch wenn ich nicht weiß, was die Katze und Maus da zu suchen haben.”
Oh, ich fand sie süß.

“Typisch. Aber hast Recht, sie sind süß. Angst vor Mäuse habe ich jedenfalls nicht.”
Weiß ich doch. Es ist auch ein Zeichen: hab keine Furcht vor etwas, was dir nicht vertraut ist. Melanie sieht mich erstaunt an und nickt. Schließlich antwortet sie:
“Früher hatte ich Angst vor dem Raum, aus dem mein Vater verschwunden ist.
Und heute? Ich glaube, ich habe Angst davor, nutzlos zu sein.” Sie überlegt.
“Ich will nicht dafür verantwortlich sein, dass etwas passiert, was ich vielleicht hätte aufhalten können. Die Zeit wird hierbei mein größter Feind werden, denke ich. Ich habe Angst, genau den Moment zu verpassen, der wichtig wäre.”
Ich dachte, deine größte Feindin wäre Penelope. “Ich weiß nicht, ob ich Angst vor ihr haben sollte.”
Sie ist unberechenbar. Du weißt nicht, was sie vor hat. Sie ist gefährlich. Sie hat es schon mal geschafft. Erinnere dich an den Schmerz … “Na, toll. Danke. Jetzt habe ich tatsächlich Angst vor ihr. Aber nicht meinetwegen.”
Ja, ich weiß. ⏳

Heute will ich von Melanie wissen, was sie an sich mag und was nicht.
“Puh, an meinem Körper?
Äh. Ich weiß, dass ich mir mit meinen 19 Jahren darüber Gedanken machen sollte. Aber ich weiß es wirklich nicht.
Egal, was ich gemacht habe, es hat nichts gebracht. Ich bin unscheinbar.” Sie zuckt mit den Schultern. “Ich bin zufrieden. Man sollte sich einfach wohlfühlen.”

“Du musst aber auch wirklich alles ausplaudern, Janine. Geheimnisse sind bei dir nicht so gut aufgehoben, oder?” Wie zieht man sich den Ärger eines Protagonisten auf sich?
In dem man Geheimnisse verrät. “Na gut, ja. Ich habe etwas geschrieben und unter einem Pseudonym veröffentlicht. Aber bitte, erzähl niemanden von meinem Instagram Account.” Okay, das verspreche ich dir, Melanie. Aber sobald es jemand liest, wird es sowieso offenbart. “Falls, liebe Janine. Falls es jemand liest.” Okay, da hast du Recht. Aber es gibt noch ein Geheimnis, was du verbirgst. “Das wagst du nicht. Das darf niemand erfahren.” Sie sieht mich an und in ihren Augen blitzt etwas auf. Sie glaubt wirklich, ich könnte sie so dermaßen verraten. Das verletzt, denn sie hat mir etwas anvertraut, was ich nicht erzählen werde. Oder? –

Das wichtigste Geheimnis, weiß nicht einmal sie.

Die heutige Frage von #Charactersofseptember lautet:
In welcher Gesellschaftsschicht ist meine liebe Melanie hineingeboren worden?
“Mittelschicht? Ja, wahrscheinlich. Wir hatten immer alles, was wir brauchten. Meine Mutter hat im Krankenhaus gearbeitet, mein Vater war … Ich weiß es nicht.”
Du weißt nicht, was dein Vater arbeitet?
“Gearbeitet hat. Nein, er war viel auf Reisen. Irgendwann ist er verschwunden. Meine Mutter musste dann im Schichtsystem arbeiten, damit wir über die Runden kommen. Dann haben wir beide den Blumenladen übernommen. Es gab zwar weniger Geld, aber uns ging es immer gut. Ich meine, wir hatten uns, waren Gesund. Geld für Miete, Nahrung und solche Sachen, war vorhanden.”
Du redest in der Vergangenheit.
“Ach, ist dir das auch schon aufgefallen. Heute ist alles anders.”
Inwiefern?
“Die Verhältnisse haben sich geändert. Ich lebe anders.”
Wo oder wie?
“Das darf ich nicht mal dir verraten, sorry.”
Schon gut, wir wollen ja nicht auch das ausplaudern 😄

Ich würde gerne von dir, liebe Melanie erfahren, wie groß deine Familie ist.
“Ich habe keine Ahnung.”
Pardon? “Ja, also Mutter, Vater, Kind. Tante. Aber dann kommen noch andere … sagen wir … Begebenheiten hinzu. Aber sag mal, was hast du denn da schon wieder alles aufs Bild gepackt?”
Oh, das weißt du nicht, Mel?
“Ich kann es mir denken. Aber was hat die Schachfigur da zu suchen?”
Denk nach, Mel, denk nach.
Sie schlägt sich gegen die Stirn.
“Clever, Janine, wirklich clever. So hast du zwar alles offen gelegt, aber doch nicht zu viel verraten.”
Manchmal hab ich auch meine Momente.
“Haha. Träum weiter. Aber fehlt nicht wer?”
Das ist noch nicht belegt, also kann ich es nicht auflisten.
“Na gut. Wann erfahre ich es?”
Geduld, meine Liebe. Alles zu seiner Zeit.
“Mmh. Aber irgendwann sehe ich es doch.”
Versprochen. Nein, du wirst … Sie sieht mich nun mit ihren großen Rehbraunen Augen an. Ich muss mir auf die Zunge beißen, jetzt hätte ich doch tatsächlich zu viel verraten.
“Du bist gemein. Aber glaube nicht, ich würde ewig warten.”
Nein, natürlich nicht.

“Warum bist du heute so früh?”
Nur weil du eine Nachteule …
“Das sagt die Richtige. Wer bleibt denn immer bis nach Mitternacht wach?”
Touché. Also … Friedensangebot … Kaffee?
“Okay, gerne.”

Fünf Minuten später ist Melanie besser drauf.
“Was willst du wissen?”
Was bedeutet dir Familie?
“Alles. Geborgenheit, vertrauen, Liebe. Aber auch Verbundenheit und Verantwortung.”
Verantwortung in deinem Alter?
“Ich hab lange auf meine Mutter aufpassen müssen und mich um sie gekümmert.”
Melanie trinkt noch etwas Kaffee und wirkt nachdenklich.

Alles in Ordnung?
“Ich weiß nicht, manchmal überkommt mich so ein Gefühl und ich kann es nicht beschreiben.”
Versuche nicht daran zu denken. Komm, trinken wir noch etwas Kaffee und du erzählst mir, was dir auf der Seele brennt.

“Gerne. Habt einen schönen Tag, ihr da draußen, die das hier lesen.”
Gut, ihr habt es gehört. Kommt gut durch den Tag, auch wenn es regnet.

Heute möchte ich von meiner lieben Melanie erfahren, wer ihre Bezugsperson als Kind war.
“Guten Morgen”, sagt sie. Du bist heute gut drauf.
“Du hast Kaffee dabei, außerdem hab ich gleich schon Training.”
Was trainierst du denn?
“Heute steht Selbstverteidigung auf Plan. Aber ich muss auch schon um sieben da sein.”
Es freut mich, dass du es so ernst nimmst. Dann beantworte schnell meine Frage und du kannst dann los.
“Bis ich zehn war, waren meine Eltern meine Bezugspersonen. Danach nur meine Mutter.”
Das wars auch schon, viel Spaß beim Training.
“Den werde ich haben, danke.”
☕☕☕☕☕☕

Vor mir sitzt wieder Melanie.
Du hattest vorhin Training, wie wars?
“Oh, das war echt heftig. Mir tut alles weh.”
Also hat dich Benedict nicht verschont?
Sie fängt an zu lachen. “Eher hab ich jetzt viele blaue Flecken. Aber gut, hast du Kaffee dabei?”

Jetzt nicht, aber wir haben gleich auch eine Verabredung zum Essen.
“Das sagst du mir aber früh. Ich muss noch duschen.”

Hab ich selbst erst erfahren. Also kommen wir zur Frage.
Was ist deine schönste Kindheitserinnerung?
“Der Tag, bevor mein Vater verschwunden ist.”
Das kam jetzt wie aus der Pistole geschossen.
“Dieser Tag gehörte nur uns, ich hatte Geburtstag und er hat mich noch mitten in der Nacht ins Auto gepackt und irgendwann erreichten wir Frankfurt. Ich ahnte, was er vorhatte. Und es war ein unfassbar toller Tag. Es war das erste Mal das ich auf der Buchmesse war und auch das letzte Mal. Es war der 14.10.2007. Danach war er weg.”
Wie alt warst du?
“Ich bin gerade zehn geworden.”
Ich nehme sie in den Arm.
Geh dich duschen, dann können wir los. Und ziehe dir was schönes an, es ist ein offizieller Termin.
Sie nickt und steht auf.

Melanie, …
“Du willst mich quälen, oder?”
Hey, ich bin nicht auf die Themen gekommen.
Wie sieht dein übriger Freundeskreis aus?
“Du willst mich wirklich quälen, ja? Du bist sowas von gemein.”
Aber …
“Hör mal, es ist ja nicht deine Schuld. Aber mir scheint es nicht bestimmt zu sein.”
Du hattest von Justin geredet.
“Man kann nichts als Freundschaft bezeichnen, was nur wenige Stunden hält.”
Glaubst du, in der Zukunft wird es sich ändern?
“Soweit ich weiß, werde ich auch keine Möglichkeit dafür mehr erhalten.” Du bist doch noch jung.
“Janine, du weißt am Besten, was mich erwartet und wie mein Schicksal aussehen wird. Wir haben uns Nächte um die Ohren geschlagen, um das alles zu regeln. Vielleicht bist du ja sogar meine einzige Freundin.”
Daraufhin nehme ich sie in den Arm.
Wir sehen uns morgen, Mel.
“Wird es wieder so ein unmögliches Thema sein? Eins, was mein Herz bricht?”
Mach dir keine Gedanken. Du wirst auch das gut meistern.
Dein gebrochenes Herz …
“Nicht. Sag nicht, dass es heilen wird. Das es besser wird. Eines Tages. Nein, versprich mir nichts, was du nicht einhalten kannst.” Dazu kann ich nichts mehr erwidern. .
Ich soll dich übrigens von @silvianagels Grüßen. Sie hat das von gestern gelesen.
“Das ist lieb. Schöne Grüße zurück.” Ich erzähle ihr davon und sie strahlt, zum ersten Mal seit Tagen. Die Freundschafts-Themen zerren ganz schön an sie. .
.

Warum hast du dich heute versteckt?, will ich von Melanie erfahren. Sie war den ganzen Tag unauffindbar.
“Du willst heute etwas über eine beste Freundin oder besten Freund erfahren.”
Und?
“Es … Mir ist bewusst geworden, dass ich so etwas eigentlich nie hatte.”
Was ist mit Jeanette?
“Wir waren bedeutet, aber auch sie hat mich vergessen. Ich hatte zwölf Jahre keinen Freund.”
Das … Selbst mir tut das weh. Freundschaft ist enorm wichtig.
Sie wischt unter ihren Augen etwas weg und ich sehe, wie ihre Atmung schwerer wird.
Es ist okay. Du kannst nichts dafür.
“Ja, das weiß ich jetzt. Aber es war verdammt einsam und auch anstrengend.”
Wie ist es jetzt?
“Ich musste Justin aufgeben. Er wäre ein toller Freund gewesen.”
Was ist passiert?
“Darüber will ich nicht reden. Aber soll ich dir was verraten?”, sagt sie und beugt sich näher zu mir.
“Ich hab das Gefühl, dass sich etwas verändern wird.”
Ich hoffe es. Wirklich.

Ich zucke nur mit den Schultern und komme gleich zum nächsten Thema.
Was magst du bei anderen überhaupt nicht?
“Ich mag es nicht, wenn man über mich spricht, als sei ich nicht anwesend, obwohl ich genau daneben sitze. Wenn man mich klein macht, obwohl es keinen Grund gibt. Lügen, Geheimnisse. Verletzt zu werden. Vieles könnte so einfach sein, wenn man einfach sagt, was los ist.”
Schön gesagt. “Manchmal hab ich eben auch gute Momente.”

“Sag mal, Janine, wie oft soll ich es noch sagen? Willst du mich wirklich so demütigen?”
Oh je. Böse Falle.
Aber was wäre dir wichtig, wenn du Freunde hättest?
“Na gut”, seufzt sie, “Ehrlichkeit, Offenheit, Loyalität.”
Mehr nicht?
“Was soll ich sagen? Ich bin unkompliziert. Ich mag es nicht angelogen, hintergangen oder verraten zu werden.”
Was passiert, wenn du es wirst?
Sie runzelt die Stirn und zuckt mit den Schultern. Ich weiß, an wen sie denkt. Ja, er hat all das gemacht.
“Aber ich hatte keine Zeit, mir etwas zu überlegen. Keine Ahnung, wie ich damit sonst umgegangen wäre.”
Vielleicht ist es besser so. “Wenn er ehrlich gewesen wäre, hätte vielleicht alles anders gelaufen.”
Bis morgen, oder? “Denke schon. Ich muss das hier durchziehen, oder?”
Wir sind kurz vor dem Ziel, Melanie.
“Ach, du mit deinen Versprechungen.”

Dieses Mal möchte ich von Melanie wissen, ob sie Haustiere hat oder was sie davon hält.
“Haustiere?”, fragt sie überrascht. “Es geht heute darum? Das ist süß. Nein, aber ich wünschte, ich hätte eine Katze oder einen Hund gehabt. Dann wäre ich nicht so einsam gewesen.” Sie sieht mich zunächst böse, dann flehentlich an, als ob sie sagen möchte: ‘Du kannst es doch noch ändern.’
“Ja, ich mag Tiere sehr. Aber ich müsste es dann zurück lassen und ich glaube, dass würde ich nicht ertragen. Hast du es deshalb gemacht?”

* Sie kann schnelle Schlüsse ziehen, das mag ich. Sie sagt etwas, denkt dann darüber nach und antwortet sich selbst. *
Dir ein Haustier verweigert?
Du musst so viele verlassen, hast viel verloren. Du hättest das Tier zu sehr in dein Herz geschlossen. Ich wollte es dir nicht noch schwerer machen.
Sie seufzt und nickt. Auch das Thema hat sie traurig gemacht. 🌸
Die nächsten Themen werden nicht so leicht.

Du lächelst, stelle ich fest, als ich Melanie sehe. “Ich hatte tatsächlich eine glückliche Kindheit.”
Super, das freut mich.
“Wenn mein Vater Zuhause war und ich Ferien hatte oder an meinem Geburtstag. Wenn wir alle drei zusammen waren. Meine Mutter hat alles versucht, um ihn zu ersetzen. Jedenfalls bis er zum letzten Mal verschwunden ist. Danach war ich aber auch kein Kind mehr.”
Mit zehn?
“Ja, ich hatte Aufgaben, Verpflichtungen. Da war keine Zeit ein Kind zu sein.”
Aber du bist doch …
“Ganz normal aufgewachsen, ja. Wir sind nicht in einer Dystopia Geschichte. Aber auch in unserer Zeit gibt es Kinder, die früh die Rolle eines Erwachsenen einnehmen müssen.”
Am liebsten würde ich das hier zurecht schneiden und nur den ersten Satz lassen, aber das wäre nicht gerecht.
“So ist das Leben. Aber nicht alles war schlecht. Ich behalte die guten Momente im Herzen und schließe sie dort ein. Für immer. Denn niemand kann sie mir nehmen.”

Melanie sitzt wieder vor mir und schaut mich nachdenklich an. Die heutige Frage hat sie bereits gelesen. Sie denkt immer noch nach, während ich ihr einen Kaffee reiche.
“Ich hab mal zu jemandem folgendes gesagt: ‘Spiel nicht mit mir, nur weil deine Mutter es nicht wissen darf, brauchst du mich nicht benutzen.’”
Das wars? “Ich habe dir in den letzten 21 Tagen versucht zu erzählen, dass ich ziemlich einsam war.”
Nicht mal zu deinen Lehrern? “Du bist lustig. Obwohl, vielleicht hätte ich tatsächlich Krawall machen sollen, um aufzufallen?
Aber die Wahrheit ist: ich wollte nicht, dass meine Mutter noch mehr leidet. Ihr Mann ist verschwunden, da wollte ich nicht auch noch Probleme machen.”
Du bist wirklich ein viel zu gutes Kind. “Kind? Also bitte.”
Na gut. Aber was hast du gemacht, wenn du mal sauer auf jemanden warst? Du bist in der Schule übergangen worden. Keine Wut? “Ach du, natürlich war ich wütend. Aber deshalb muss ich doch nicht gemein sein. Ich hab einfach ganz laut Musik gehört, geschrieben oder war spazieren.” Sie schaut mich nun an und sagt: “Erwischt: ich hab mal mein Zimmer total durcheinander gebracht, war so wütend, dass ich wie ein Turnado durchs Zimmer fegte. Klingt das langweilig?”
Bei dem, was dir alles passiert ist, ist es gut, dass du nicht auch noch ein Problemkind warst. Aber Ecken und Kanten hast du schon, oder?
“Ich hab sehr viele Fehler, keine Sorgen”, sagt sie und lacht. .

(Eigentlich ist es gestern schon entstanden, für den Blog ändere ich den Beitrag etwas. Somit ist er für den 24. angepasst. )

Heute geht es um den ersten Kuss …
“Ja, toll”, sagt Melanie. “Du bist spät heute, warum?”
Hey, auch ich hab manchmal wirklich viel zu tun.
“Ach ja, heute ist Wahltag.”
Ja, auch. Aber ich hab auch mein Bücherregal umgeräumt.
“Wie lief die Wahl?”

Ach, erschreckend. Warst du wählen?

“Ich kann doch nicht.”

Oh, stimmt. Vom Alter her schon.

“Ja, und ich wäre auch gegangen, wenn es möglich gewesen wäre.”

Wie …
Sag mal, versuchst du mich abzulenken?
“Ein bisschen.”
Komm schon, so schlimm ist das Thema nicht.
“Für dich vielleicht.” Sie schaut mich an und seufzt. “Sorry, du kannst ja nix dafür. Mein erster Kuss … So lange ist er noch nicht her. Ich war nicht einmal darauf vorbereitet. Aber danach hatte sich einiges verändert.”
Moment … Du hattest deinen ersten Kuss demnach mit 19?
“Mein liebe Janine, ich erzähle dir seit Wochen, dass ich keine Freunde hatte. Oder gesehen worden bin.”
Ja, aber … Was hat sich verändert?
“Meine Gefühle. Vorher wusste ich nicht, was ich empfinde.”
Und jetzt?
“Nichts. Manchmal muss man seine Gefühle aufgeben, um ans Ziel zu kommen. Ich war nicht für ihn bestimmt.”

Was war das Schrecklichste, was du je jemandem angetan hast, den du liebst, Melanie?
Sie sieht mich mit ihren großen braunen Augen an. Bitte nicht weinen, denke ich. Doch da erkenne ich es. “Ich hab meiner Mutter dasselbe angetan, wie einst mein Vater ihr angetan hat”, sagt sie und rennt davon.
Entschuldigt mich, ich muss zu ihr.

Melanie ist immer noch aufgebracht. Es war nicht einfach sie zu beruhigen. Geht’s wieder besser?, will ich daher als erstes von ihr wissen.
“Ja, danke das du gestern für mich da warst.”
Jederzeit, Melanie. Jederzeit. Es ist spät. “Nicht meine Schuld”, wirft sie ein. Ja, tut mir leid. Ich bin gespannt, wie sie das heutige Thema aufnehmen wird.
Wofür schämst du sich am meisten, wenn du an die Vergangenheit denkst?
“Wieder so eine Frage … Wofür ich mich schäme?” Sie blickt nach oben, dann zu mir. Ich erwarte schon fast Tränen, doch ihr Blick ist anders. Entschlossener. “Ich bereue es Angst gehabt zu haben.”
Wovor?
“Vor Dads Büro. Dem Raum, aus dem er einfach verschwunden ist. Die Tür war verschlossen. Das Fenster wäre zu klein gewesen. Es hat keine logische Erklärung für gegeben. Ich hatte geglaubt, er wäre von einem Monster entführt worden oder einem Alien”, sagt sie und fügt hinzu: “Ich hätte konsequenter sein sollen.”
Du warst noch ein Kind.
“Hast du mal die anderen gesehen, die hierfür interviewt werden? Viele müssen auch als Kind unmögliches mitmachen.”
Du bist aber nicht andere und sie leben zu anderen Zeiten. Ihre Ausgangsposition ist anders.
“Das spielt keine Rolle.”
Moment … Glaubst du etwa, irgendjemand könnte vermuten, du hättest deinen Vater aufgegeben oder vergessen?
“Vielleicht.”
Hast du ihn vergessen?
“Natürlich nicht! Aber wenn ich nicht so ein Angsthase gewesen wäre …”
Nein, hör auf damit.
Sie will etwas ansetzen, doch ich unterbreche sie. Es ist nicht ihre Schuld. .

Melanie wirkt heute entspannter als die letzten Tage. Woran liegt es? Was ist passiert?
“Das kann ich dir nicht verraten.”
Klingt geheimnisvoll. Hast du etwa Geheimnisse vor mir?
“Du musst ja nicht alles wissen.”
Ich blicke sie an und weiß, dass sie ja doch nicht nachgeben wird. Gut, dann zur heutigen Frage:
Auf was bist du stolz, wenn du an deine Vergangenheit denkst?
“Das meine Mutter und ich es geschafft haben. Es war schwierig, aber ich hab gekämpft. Hab alles versucht, um sie fröhlicher zu stimmen. Wir sind zu einer Einheit geworden, auch wenn der Schmerz sehr stark war.
Außerdem bin ich stolz darauf die Schule überlebt zu haben. Es war nicht einfach, aber ich hab es gemeistert. Auch wenn ich immernoch davon Träume. Ach ja, und ich hab ein Buch geschrieben.”
Du bist heute sehr gesprächig. Buch? Welches Buch?
“Das Thema sollte mich traurig stimmen, aber tut es nicht. Denn mir ist bewusst geworden, dass alles auch anders hätte kommen können. Unser ganzes Leben hätte eine andere Wendung nehmen können. Es gibt schließlich zwei Versionen der Zukunft. Mindestens. Und was das Buch angeht: es gibt einen Grund für mein Pseudonym ‘Marinette’.”
Ich bin gespannt.
“Kannst du sein. So, ich muss los. Ach ja, hab deinen Blogbeitrag gelesen zu ‘Characters of Zerrissen’, sehr coole Idee von dir. Freue mich auf die nächsten Antworten von Cassandra.”
Danke, ja, ich auch. Ich soll dich Grüßen. Ich hoffe, es geht ihr gut.
“Bestimmt. Es ist nicht einfach, die Fragen zu beantworten, aber sie wird es schaffen.”
Hoffentlich.
Okay, Melanie, bis morgen.
Sie winkt kurz und schon ist sie verschwunden.
Aber es stimmt: ich mache die Characters of auch für meine anderen Bücher. Mir ist das nur ein Durcheinander, wenn ich hier über mehr als einen Charakter schreibe.
Schaut vorbei, der Beitrag ist über meinen Link in der Bio zu erreichen oder auf meiner Facebook Autoren Seite.

Heute möchte ich von Melanie bei der Characters of September Challenge wissen, wann sie das letzte Mal geweint hat.

Sie scheint irgendwie kurz angebunden zu sein, denn sie wirkt unruhig. “Du meinst abgesehen von den paar Malen, die ich hier geweint habe? Manchmal weine ich unter der Dusche. Dann sieht mich keiner und ich bin ungestört. Ansonsten muss ich versuchen über all dem zu stehen. Es könnte mich zu sehr ablenken.”
Danke für deine Offenheit.
“Ich muss los, hat mich gefreut. Bis dann.” Äh, ja. Bis später.
Und schon ist sie verschwunden.
Kurz und knapp. Aber das reicht ja auch oft.

“Schlechte Angewohnheit? Ich bleibe oft viel zu lange wach oder vertraue zu schnell”, sagt Melanie.
Vertrauen ist keine schlechte Angewohnheit, die du ändern willst.
“Ich sollte skeptischer sein.”
Hast du noch etwas, was du ändern willst?
“Ach du, ja, sicher. Aber dafür habe ich einfach keine Zeit.”
Zeit, gutes Stichwort, sage ich und wir müssen beide lachen.
“Nun muss ich aber wieder los. Ich hab gleich eine Selbstverteidigungsstunde.”
Klappt es gut?
“Oh, ja und es macht wahnsinnig Spaß. So, bis morgen dann. Versuch Mal nicht so spät zu sein.”

Wir sind fast durch mit der Characters of September Challenge.
Bedeutet auch, dass das Cover bald fertig sein wird. In den letzten Tagen konntet ihr ja schon einen Hinweis darauf bekommen. 😊
Aber nun zur heutigen Frage:
Wenn du eine Sache ändern könntest, Melanie, welche wäre das?
“Das ist einfach: Wenn ich mir mehr getraut hätte, dann wäre ich dem Geheimnis näher gekommen. Auf der anderen Seite aber weiß ich mittlerweile, dass ich die letzten zehn Jahre nicht verändern darf und … das wurmt mich. Aber es ist mir nicht gestattet. Deshalb spielt es keine Rolle, ob ich etwas verändern möchte, ich darf es einfach nicht.”
Das klingt irgendwie geheimnisvoll. “Das hoffe ich doch”, sagt sie und verschwindet wieder. .

“Du hast nicht wirklich ein Titel gefunden?”
Hallo Melanie, schön dich zu sehen. Das letzte Mal zur Characters of September Challenge. “Oh, sorry. Ja, freu mich auch. Aber zurück zu meiner Frage: hast endlich ein Titel für meine Geschichte gefunden?”
Ja, ich denke schon. Gefällt er dir?
“Perfekt. Kommt noch was dazu?”
Ja, klar. Du bist noch nicht fertig mit dem, was du machst. Also hab ich noch viel zu schreiben.
Apropos: welche Ziele hast du? Wofür kämpfst du?
“Es gibt jemanden, den ich finden muss. Wenn das geschafft ist, dann gibt es neue Aufgaben. Langweilig wird es mir jedenfalls nicht mehr werden.” Das klingt gut. Wofür kämpfst du denn?
Sie überlegt kurz. “Für die Wahrheit.” Da ist was dran.
Vielen lieben Dank für deine Mitarbeit bei diesem Projekt. Und wer auch immer das hier tatsächlich verfolgt hat: ich danke Dir. 😘💜
“Gibt’s schon ein Cover?”
Noch nicht, Mel. Aber es wird in diesem Stil werden.
“Das ist cool. Hast du es deshalb so gemacht?”
Es ist mir erst eingefallen, als ich es durchgezogen habe. Du bist wie ein Schatten manchmal. Du bist da, aber man vergisst dich schnell.
“Traurig, aber wahr. Dann hören wir mal lieber auf, damit du weiterarbeiten kannst.”
Genau. “Ach ja, dein Interview mit Cassandra hat mich sehr berührt.”

 

 

Lieblingsmusik 2017

Hallo ihr Lieben!

Erst einmal wünsche ich euch ein frohes neues Jahr.

(Nicht gesponsert:)

2017 hab ich wieder mehr neue Musik gehört, da ich nicht nur meine CDs gehört habe oder YouTube, sondern etwa im Mai Spotify für mich entdeckte. Ich liebe diese App. Sie zeigt mir nicht nur brandaktuelle Songs – die auf meine Vorlieben basieren, sondern auch Hörbücher oder ganze Alben. Selbstverständlich gibt es noch andere Musikstreaming Dienste, die ähnliches anbieten. Ich hab sie im Abo für 9,99€ im Monat. Natürlich teuer, aber für das, was man alles bekommt, ist es vollkommen okay.

Spotify hat mir meine meist gehörten Songs in einer Playlist zusammengestellt.

Viele Songs hab ich gehört, weil sie perfekt zu meinem Buch: “Das Geheimnis des Stiftes” gepasst haben.

Einige zeige ich euch im Einzelnen:

Mein absolutes Lieblingslied ist “Penelopieces” von Jason Wade.

Allgemein habe ich Jason Wade für mich 2017 entdeckt. Unfassbar tolle Stimme, sehr einfühlsam und traumhafte Texte.

Leider gibt es nicht jedes Lied auf YouTube, deshalb stellvertretend:

Außerdem super schön:

Ich liebe The Flash und in einer Folge singt Grant Gustin:

Will Young. Von ihm bin ich seit 2002 Fan.

Summer Covers: https://www.youtube.com/playlist?list=PLLIs2vJmrhYBM3baAsc-1xtooHk-E9Af0

Linkin Park. Noch immer trauere um Chester.

Incubus haben auch was Neues und ich liebe diese Band.

In dieser Liste sind wieder mega gute Songs dabei.

Fall Out Boy bringen bald ein neues Album raus, deshalb zeig ich das hier nicht. Sondern werde auf das Album eingehen, wenn es da ist.

Eine weitere Band hab ich für mich entdeckt:

Set it off:

Gerard Way von My Chemical Romance.

Shaman’s Harvest:

Was habt ihr 2017 gehört und auf was freut ihr euch 2018?

Ein schönes neues Jahr 💕🍀😊😄🎇🎉

Lesemonat Dezember

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Mein Lesemonat Dezember:
Rezensionsexemplare: ✳️”Die Zwölfe” von Astrid Pfister
4.5/5

✳️”Mein Herz ist eine Insel” von Anne Sanders 4/5

✳️”Die fremde Königin” von Rebecca Gablé 4.5/5

✳️”Hello Sunshine” von Laura Dave 5/5

✳️”Dunbar und seine Töchter” von Edward St. Aubyn 3/5

✳️”Wie ich Dank Shakespeare die Liebe fand” von Glenn Dixon (Rezi folgt) 5.5/5 😁

Hörbuch:
✳️”Flawed” von Cecelia Ahern 5/5

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